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passo dopo passo

Herzlich willkommen im Blog von Bramasole!

Bramasole

Begleitet mich passo dopo passo - Schritt für Schritt - auf meinem Weg zu den Sonnenseiten des Lebens. *g*

Ich freue mich über Eure Kommentare und Anregungen und natürlich auch immer über Post an: bramasole@gmx.at

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Bramasoles Kommentare

oh, da fällt mir...
oh, da fällt mir für Weihnachten trotzdem...
yonosequepasara - 23. Dez, 22:09
ja, da schließe...
ja, da schließe ich mich an! Am schönsten...
diekolumnistin - 21. Dez, 21:13
*ggg* na ja, zu Weihnachten...
*ggg* na ja, zu Weihnachten soll ja ein heller Stern...
Bramasole - 21. Dez, 21:01
was für ein wunderschön...
was für ein wunderschön eingefangener Moment!...
Phae - 18. Dez, 15:56
Gute Erkenntnis! Ich...
Gute Erkenntnis! Ich mache das auch gerne. Vom Schultern-Hochziehen...
yonosequepasara - 16. Dez, 18:25

Kommentare bei Bramasole

*ggg* na ja, zu Weihnachten...
*ggg* na ja, zu Weihnachten soll ja ein heller Stern...
Bramasole - 21. Dez, 21:01
Ja!
Licht. bringt mir Licht!
yonosequepasara - 21. Dez, 15:44
da ist sicher viel Wahres...
da ist sicher viel Wahres dran!
Bramasole - 30. Okt, 20:13
Vor einigen Jahren hab...
Vor einigen Jahren hab ich das auch erkannt: Flexibel...
diekolumnistin - 17. Okt, 23:29
quälend, oder?...
quälend, oder? ;-D Da können wir nur froh...
Bramasole - 9. Okt, 16:41

Wegbegleiter

Dienstag, 1. September 2009

Vollblutlehrer

Er war mein Idol. Er hatte lange Haare, trug bevorzugt schwarze Kleidung, spielte E-Gitarre und sah unglaublich gut aus, obwohl er so alt war wie mein Vater.

Am ersten Schultag verfluchte ich ihn bereits, denn er gab uns als Hausaufgabe einen Aufsatz über unsere Ferien zu schreiben. Doch dann erkannte ich, dass das seine Art gewesen war, sich Respekt zu sichern. Und tatsächlich: die Klasse parierte, und er hatte sogar die ungestümen Jungs unter Kontrolle. Ich war seine Musterschülerin, „die Dame in meiner Klasse“, sagte er meiner Mutter beim Elternsprechtag.

Er bemühte sich, unser Interesse zu wecken, nicht alles nur Theorie sein zu lassen, so ging er zum Beispiel mit uns hinaus in die Wiese, um uns Pflanzennamen und -arten beizubringen.

Zum Geburtstag schenkte er seinen Schülern Büchern mit persönlicher Widmung. Ich hütete meines wie einen kostbaren Schatz.

Beim Schiausflug fuhr ich mit ihm Schlepplift und er sang dabei nur für mich „We are the world“, das ich noch nie zuvor gehört hatte, obwohl es bereits in den Charts war. Kurze Zeit später brachte er uns das Lied bei.

Er war cool, wusste über alles Bescheid, was uns interessierte und zeichnete seinen Schülern sogar K.I.T.T., wie er in den Truck fährt. Ich war begeistert!

Er machte mehr als nur seinen Job, für ihn war es Berufung, denn er erkannte die Stärken und Potentiale der einzelnen Kinder und setzte sich mit ganzer Energie für sie ein. Weil er meinen Eltern Mut machte, durfte ich als erste in der Familie ein Gymnasium besuchen.
Bis heute treffe ich ihn ab und zu, und immer noch erkennt er mich, obwohl das nun schon so lange zurückliegt. Ob er wohl ahnt, was für eine wichtige Rolle er in meinem Leben spielte, und was er mir alles gab?

Freitag, 14. August 2009

keine Lust auf Schadenfreude

Als wir uns damals trennten, hatten wir den herrlichsten Rosenkrieg. Er hatte mich hintergangen und betrogen, nachdem er mir noch die herrlichsten Eifersuchtsaktionen geliefert hatte. Ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben und ihn am besten nie wieder sehen.

Inzwischen können wir wieder miteinander reden, viel Zeit ist vergangen und noch mehr Gras über die Sache gewachsen. In unser beiden Leben ist eine Menge passiert.

Er versucht, alles zu überspielen, doch ich sehe hinter seine Fassade. Es geht ihm gar nicht gut, er wirkt um etliche Jahre gealtert.
Und auch wenn ich es damals noch nicht geschafft hätte, ihm von Herzen alles Gute zu wünschen und ihm sein Glück zu gönnen, so tut es mir heute leid, ihn so zu sehen. Also keine Schadenfreude.

Mittwoch, 12. August 2009

Übernachtungsgast

Das erste Mal ein kleines Kind über Nacht im Haus zu haben, ist eine interessante Erfahrung. Nicht nur das Kind selbst, vor allem auch die eigene Reaktion darauf.
So schlief ich unruhig, ständig mit einem Ohr im Kinderzimmer, ganz besorgt um ihn. Obwohl er nicht mein Sohn ist, sprang mein Beschützerinstinkt sofort an.

Mir gefällt, dass er - Baggerfanatiker, Spielzeugautosammler und Spidermanfan - mit einer Puppe schlafen geht. Und noch mehr, dass sein Papa das ohne Kommentar wahrnahm.

Sonntag, 24. Mai 2009

die Wurzeln des Blumenmädchens

Meinen grünen Daumen vererbte mir meine Oma, dieser Gedanke kam mir in den letzten Wochen öfter. Ihren Garten habe ich stets bewundert, vor allem liebte ich eine Pflanze, die ich nur von ihr kenne - offenbar eine ganz seltene Primelart. Dank Internet weiß ich jetzt, dass es sich dabei um eine Aurikel handelt. Genau diese Pflanze wollte sie mir vor einiger Zeit - gerade als ich erfahren hatte, dass ich meine Wohnung verlassen muß - unbedingt schenken. Meine Oma wollte ich natürlich nicht beunruhigen, also erzählte ich nichts von meinen Sorgen und nahm das kostbare Geschenk erst mal nicht an - um sie selbstverständlich schon nach kurzer Zeit nachgeschickt zu bekommen.

Omas Geburtstag ist einer der seltenen Anlässe, an denen die ganze Familie zusammentrifft - und die perfekte Gelegenheit, um über positive Veränderungen zu berichten.
Ich erzählte meiner Oma also heute vom geplanten Umzug und vom eigenen Garten, in den ich die besondere Pflanze setzen werde. Und rührend wie sie ist, sagte sie, sie freut sich - allerdings war der Garten wohl nur Nebensache für sie. Viel wichtiger war ihr die Tatsache, dass ich künftig etwas näher an meinem Elternhaus wohne, so als würde das eine Rolle spielen.

Donnerstag, 23. April 2009

Gänseblümchenkette

Um mich herum gibt es einige Kinder - und alles sind Jungs. So sehr ich auch Männer liebe, mit Jungs kann ich wenig anfangen: das Kämpfen, die Autos, Bagger, Fußballspiele waren schon in meiner Kindheit nichts für mich, und daran hat sich im Grunde wenig geändert.

Wie schmerzhaft ich ein Mädchen vermisste, wurde mir heute erst bewusst, als ein hippes, stürmisches Mädchen mich mit strahlenden Augen ansah, weil ich ihr versprach, eine Kette aus Gänseblümchen für sie zu basteln.
Ich war eben selbst so gern ein Blumenmädchen, und auch daran hat sich nichts geändert.

Montag, 20. April 2009

Mai più noi due

Manchmal vergißt man, dass die Zeit für uns alle schnell vergeht und sich manche Dinge ganz natürlich weiter entwickeln.

Eigentlich hatte ich ja mit der Vergangenheit abschließen wollen. Warum wirft sie - oder besser gesagt, die Weiterentwicklung meiner Vergangenheit - mich dann heute gleich wieder fast um?

Und schön höre ich wieder Dolcenera: "Mai più noi due":

Donnerstag, 9. April 2009

Laventis grünes Herz

Ein ganz normaler Gründonnerstag: in der Küche blubbt der Spinat, möglichst viel Grün nach einem langen Winter. Der Frühling weckt das Leben in Pflanzen, die über den Winter tot wirkten und jetzt ihre Lebendigkeit wiederfinden. So fühle auch ich mich heute.

Ich erinnere mich an mein grünes Herz, meine Liebe zur Steiermark, die mir immer wieder neu begegnet: in einer ehemaligen Kollegin, in einem guten Freund, in einem Mann, den ich "Opa" nannte, obwohl er das nicht war.

Bei meinem ersten Besuch in Graz verliebte ich mich Hals über Kopf in diese Stadt und in ihre Menschen. Mir gefällt ihre Sprache, ihre Einstellung zum Leben, ihre Bodenständigkeit, ihre Art zu genießen. Und ich liebe ihren Wein und bin süchtig nach Kernöl.

Meine Erinnerungen an die Steiermark hängen ganz eng mit einem Teil meiner selbst zusammen: mit einem Lebensabschnitt voller Lebensfreude. Ich war ausgelassen, lebenshungrig, zum letzten Mal wie ein Teenie. Damals nannte mich jemand "laventi", was ich mir selbst als "lebendig" übersetzte. (Falls jemand diesen Ausdruck, seine Schreibweise oder wirkliche Übersetzung kennt, bitte um Aufklärung!)

Inzwischen weiß ich: ich sollte einfach mehr Zeit im grünen Herzen Österreichs verbringen.

Samstag, 28. März 2009

zu spät

Wann ist es zu spät für eine Entschuldigung? Wahrscheinlich nie. Aber es kann manchmal zu spät sein, um wirklich noch etwas zu verändern, und das ist traurig.

Donnerstag, 5. März 2009

Verpasst und (nicht) vorbei

Mit meiner besten Freundin diskutierte ich heute über das Phänomen des Beinahe-Liebhabers: die offen gebliebene Frage gibt viel mehr zu denken, als eine gescheiterte Beziehung, eine Liebe, die irgendwann erlischt. Hat man erst einen Versuch gewagt, kann der Versuch gut gehen oder scheitern, man kann Glück finden oder Unglück. Natürlich kann dieser Prozess sehr schmerzhaft sein, aber wenigstens kommt man dabei irgendwann zu einem Abschluss.

Die Beziehung zum Beinahe-Liebhaber hingegen bleibt immer ungeklärt. Hätte es klappen können? Was hat eine wirkliche Beziehung verhindert? Hätte er der Richtige sein können? So wird der Verpasste idealisiert – Kunststück: man kennt ja auch gar keine Probleme mit ihm, weil man nie so weit kommt. Bestimmt wäre an seiner Seite alles einfacher! Er wird zum Traummann, eben weil er unerreichbar ist.

Jedenfallss bleibt zu hoffen, dass sie, wenn sie sich wieder verliebt, an den Punkt kommt, an dem auch das letzte bisschen "Was wäre gewesen wenn" verschwindet. Denn wie kann sie sonst je sicher sein und sich wirklich auf jemanden einlassen?

Weil es so schön ist und so gut passt - und weil ich es langsam auch wieder hören kann...

Montag, 2. März 2009

Teilzeitkind

Gestern war ich mir meinem Teilzeitsohn spazieren - heißt: eine Baustelle erkunden, Bagger ansehen, über die Größe der Schaufeln diskutieren, aufpassen, dass er nirgendwo runterfällt und mit ihm im Dreck waten.

Ein älteres Ehepaar, ebenfalls neugierig auf den Baufortschritt, begann ein Gespräch mit mir über den künftigen Straßenverlauf. Danach wurde mir bewußt, dass ich wie selbstverständlich für die Mutter des Kleinen gehalten worden war.

Langsam bin ich immerhin in diesem Alter, meine Zwanziger sind immerhin vorbei - meine Mum hatte mit Dreißig längst drei Kinder! Ich weiß nicht, warum mir der Gedanke daran immer noch fremd ist, und warum ich ehemaligen Klassenkameraden mit Kindern immer noch irritiert nachsehe.

Bramasoles Lesezeichen

Ian McEwan
Abbitte

Daphne DuMaurier
Rebecca

Cecelia Ahern
Für immer vielleicht

Jane Austen
Stolz und Vorurteil

Catherine Guillebaud
Zwei Liebende

Susan Minot
Hochzeitsnacht

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Zuletzt aktualisiert: 23. Dez, 22:08